publiziert: 24.01.2017 13:55 Uhr
aktualisiert: 24.01.2017 13:57 Uhr
» zur Übersicht Topthemen
    
    
Artikel
 
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text Berlin (dpa)

Gedenken an Roman Herzog in Berlin

Die Spitzen von Staat und Gesellschaft haben sich mit einem Trauergottesdienst von dem im Januar gestorbenen früheren Bundespräsidenten Roman Herzog verabschiedet.

  • Staatsakt für Altbundespräsident Bundespräsident Joachim Gauck und Alexandra Freifrau von Berlichingen verneigen sich vor dem Sarg des verstorbenen, ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in Berlin. Foto: Kay Nietfeld 
  • Abschied von Herzog Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer und der Vorsitzende des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. Foto: Kay Nietfeld 
  • Staatsakt Bundespräsident Joachim Gauck und Alexandra Freifrau von Berlichingen bei der Trauerfeier. Foto: Kay Nietfeld 
  • Steinmeier und Kraft Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Foto: Kay Nietfeld 
  • Von der Leyen Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nimmt am Staatsakt teil. Foto: Kay Nietfeld 
  • Roman Herzog Roman Herzog im November 2012 in Hamburg. Herzog war im Alter von 82 Jahren gestorben. Foto: Marcus Brandt 
Bild   von  
 
6 Bilder

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, würdigte am Dienstag im Berliner Dom vor allem Herzogs Einsatz für die Verständigung mit den östlichen Nachbarn Deutschlands. Herzog sei «als Präsident zum Botschafter der Versöhnung geworden». Der Alt-Bundespräsident war am 10. Januar im Alter von 82 Jahren gestorben.

Der von Herzog 1996 eingeführte Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar werde immer mit seinem Namen verbunden bleiben, sagte Bedford-Strohm. Herzog habe damit «eine Erinnerungskultur unterstrichen und gestärkt, die Liebe zum eigenen Land nicht mit Selbstrechtfertigung und Verdrängen der eigenen dunklen Seiten verwechselt, sondern echte Stärke eine eines Landes genau darin sieht, dass es die dunklen Seiten ehrlich in den Blick nimmt und daraus für die Zukunft lernt».

Beim anschließenden Staatsakt wollten neben Bundespräsident Joachim Gauck auch der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, und EU-Ratspräsident Donald Tusk sprechen.

Herzog soll am Freitag im baden-württembergischen Schöntal beigesetzt werden. Er war von 1994 bis 1999 Bundespräsident. In seiner Amtszeit hatte Herzog immer wieder vor Reformmüdigkeit gewarnt. Besonders in Erinnerung blieb seine Rede von 1997 mit dem zentralen Satz: «Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.» von 1973 bis 1991 war Herzog Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

    
    

Diesen Artikel

Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen.
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

ePaper Tagesauswahl 

Gewählter Tag: 22.02.2017
Hassfurter Tagblatt  (24 Seiten | 5.81 MB)
    
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige