publiziert: 28.02.2016 18:05 Uhr
aktualisiert: 08.03.2016 03:33 Uhr
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Mit arabischen Genüssen verwöhnt

Begegnung mit Flüchtlingen in Knetzgau: Leckereien zu politischem Referat
  • Mohaimen, Abdulalhalim und Achmad (von links) verwöhnten die Gaste mit einem arabischen Buffet. 
    Foto: Christiane Reuther
  • Dr. Benjamin Schraven ging auf die Themen „Flucht und Migration“ ein. 
    Foto: Christiane Reuther
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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum fünfjährigen Bestehen des Bündnisses für Familien und Senioren Knetzgau fand am Freitagabend in Kooperation mit der Volkshochschule im alten Rathaus in Knetzgau eine Begegnung mit den Flüchtlingen vor Ort statt. Der Freundeskreis Asyl Knetzgau, der unter dem Dach des Bündnisses integriert ist, hatte den Abend, der durch die „I Have A Dream Group“ finanzielle Unterstützung fand, organisiert.

Hunderttausende Menschen machen sich auf den Weg nach Deutschland und Europa und stellen uns so vor große Herausforderungen. Dahinter stehen viele Fragen: „Was sind eigentlich die Kernursachen der Konflikte in Syrien, die so viele Menschen zur Flucht zwingen? Steht Deutschland wirklich im Zentrum dieser weltweiten Flüchtlingskrise? Und warum kommen gerade in den letzten Wochen und Monaten so viele Flüchtlinge nach Deutschland?“ Dr. Benjamin Schraven vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) übernahm den theoretischen Begegnungspart und trug mit seinem Referat dazu bei, die eine oder andere Antwort auf all die Fragen zu geben.

Im Anschluss erfolgte der genussvolle Aspekt: Die syrischen Flüchtlinge, die in Knetzgau wohnen, verwöhnten die Anwesenden mit einem arabischen Buffet, das die Brüder Achmad und Mohaimen, sowie der „Food-Designer“ Adulalhalim mit nationalen Köstlichkeiten bestückt hatten. Zwei Tage lang hatte das Trio in der Küche den Kochlöffel geschwenkt und arabische Köstlichkeiten hervorgezaubert. Wobei nicht nur der Gaumen, sondern auch das Auge belohnt wurde.

„Umweltflucht oder Anpassungsstrategie?“ – eine Frage, die Dr. Benjamin Schraven in seinem Referat beleuchtete. Dabei stand das Thema im Mittelpunkt: „Wie beeinflusst der globale Umweltwandel Migration?“. Zunächst ging Schraven auf den Unterschied von Flucht und Vertreibung ein. Die Ursachen für Flucht und Vertreibung wären mannigfaltig und würden von bewaffneten Konflikten, politischer Instabilität bis hin zur Unterdrückung reichen.

Etwa eine Milliarde Menschen würden weltweit als Migranten gelten, wobei der Anteil an der Weltbevölkerung kaum höher als vor hundert Jahren sei, erläuterte der Experte. Geändert hätten sich die „Großmigrationsströme“. Die Süd-Süd-Migration ist heute die dominante Migrationsrichtung. Generell bezeichnete Schraven die Migrationsprozesse als Resultat eines komplexen Zusammenspiels von ökonomischen, sozialen, politischen, demografischen, kulturellen oder ökologischen Faktoren.

Aber auch das Thema der Klimaflüchtlinge, die Entwicklungspolitik im Allgemeinen sowie „Brain drain – Brain gain“ griff der Referent auf. Im Anschluss an das Referat bestand Gelegenheit, sich mit Fragen an den Experten zu wenden, auf die er gerne eingegangen ist. Zudem tauschten sich die einzelnen Tischgruppen beim Genuss der arabischen Häppchen im Gespräch gegenseitig aus.

Von unserer Mitarbeiterin Christiane Reuther
    
    

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